Text:
Aus-Kubub 29.1.07.
\"Geehrter Herr Lickfett! Für Ihre liebenswürdigen Zeilen vielen Dank. Meine Krankheit
habe ich Gott sei Dank sehr gut überstanden und fühle mich wohl und gesund. H. Obltn.
Rosen, d. Adjutant d. H. Major Maerker, kam erst vor 2 Tagen hier durch, meines
Wissens nach kam seine Frau und seine Schwester bereits Ende 1905 nachhier. R. ist
ein sehr liebenswürdiger Herr. In 2-3 Monaten hoffe ich wieder daheim zu sein, also auf
Wiedersehen! Bitte empfehlen Sie mich Ihrer Frau Gemahlin und grüßen Sie bitte Ihren
Herrn Sohn und Herrn Schroeder. Mit bestem Gruß Ihr ergebener Hans Scheunemann.\"
Die Militärstation Kubub im Jahre 1905
Kub (afrikaans Khoop, in der deutschen
Kolonialzeit auch Kubub genannt) war
eine Ende des 19. bis etwa Mitte des
20. Jahrhunderts existierende Ansiedlung im heutigen Namibia an der
Bahnstrecke zwischen Lüderitz und
Keetmanshoop. Zur Kolonialzeit war die
Siedlung außerdem Militärstützpunkt
sowie zur Zeit des Nama-Aufstandes
unter Hendrik Witbooi Schauplatz eines
Gefechtes zwischen den deutschen
Schutztruppen und den Nama. Auf
deutscher Seite fielen drei Offiziere und
zehn Soldaten.
Zum Gedenken an die deutschen Gefallenen wurde 1905 ein Denkmal bei
Kubub, auf der Farm Voigtskub,
errichtet, das seit dem 1. November
1968 ein Nationales Denkmal Namibias
ist.
Rundschreiben RS 287, Seite 4295
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Added: 26/03/2025
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